VCS
(Vacuum-Composite-System)
Das Vacuum-Composite-System ist die Hochleistungstechnologie für ultraleichte
Kajaks und Canadier. In der VCS-Semicustom Bauweise werden alle Fasermaterialien
(wie Carbon, Aramid und Fiberglas und andere Verstärkungsmaterialien) trocken
in die Negativform eingelegt. Durch das Auslösen eines Vacuums wird die
verbliebene Luft aus dem Verstärkungsmaterial und aus der Negativform
herausgesogen. Danach erfolgt die Zufuhr des hochwertigen Epoxyharzes, daß
durch Unterdruck in der Negativform durch sämtliche Kapillaren in der Verstärkungsmatrix
infiltriert wird. Das von uns verwendete Epoxyharz verliert erst bei sehr hohen
Temperaturen (120°C) an Festigkeit. Dieses aufwendige VCS-Infiltrierverfahren
ist eine vorbildliche Technologie und zugleich das Geheimnis der neuen
Leichtigkeit und extremen Festigkeit des Bootskörpers. Dabei ist das
VCS-Verfahren gegenüber den normalen Vacuum- und Laminierverfahren in allen
Arbeitsbereichen sehr umweltschonend. Die fertigen Boote bieten eine um ca. 30 -
40% höhere Festigkeit bei einer Gewichtsreduktion zwischen 5 - 10%.
LCS
(Light-Composite-System)
Das Light-Composite-System ist eine ausgereifte Leichtbau-Technologie mit einer
außergewöhnlichen Haltbarkeit in den jeweiligen Einsatzbereichen. Die
Kombination von Carbon-, Aramid-, Glas- und Sandwichmaterialien, wird je nach
Produkt variiert und mit einem hochwertigen Matrixbindemittel
(z. B. Epoxy) verarbeitet. Die Carbonfasern überzeugen durch maximale Zugkraft
und höchste Steifigkeit im Leichtbau, während sich die Aramidfaser durch hohe
Schlagfestigkeit bewährt hat und die Diolenfaser die höchste Bruchfestigkeit
aufweist. Die hierbei verwendeten Glasfasern werden traditionell für den
robusten Materialaufbau genutzt. Die Carbon- und Aramidfasern werden
vorzugsweise als Hybridgewebe verarbeitet, d. h. Carbon und Aramid werden zu
einem Gewebe verwoben, um eine perfekte Synthese zwischen Steifigkeit und
Schlagfestigkeit zu erreichen. Neben einem deutlich besseren Handling mit
leichten Booten, erhöhtem Vortrieb und erhöhter Geschwindigkeit, beschert die
LCS-Technik Booten und Paddeln einen regelrechten Leistungsschub, den der
Rennsportler und auch der erfolgreiche Touren-, WW- und Rodeofahrer nutzen kann.
DCS
(Diolen-Composite-System)
Bei diesem Verfahren verwenden wir Diolen-Glasfasern und Sandwichmaterialien –
je nach Bootstyp – in Verbindung mit einem Matrix-Bindemittel aus hochwertigem
Isophtalsäure-Polyester. Diese Qualität besticht durch ihre lange Lebensdauer
und ihre maximale Bruchfestigkeit. Die DCS-Bauweise ist eine sehr robuste und über
Jahre ausgereifte Materialkombination für den Allroundeinsatz im Kanusport.
GfK
(Glasfaserverstärkter Kunststoff)
Glasfaserverstärkter Kunststoff ist der traditionelle Baustoff ( hergestellt
aus Glasgewebe, Glasmatten und Isophtalsäure-Polyester ) im Bootsbau. Dieser
Materialaufbau bietet den preisbewußten Kunden/innen den Einstieg in den
Kanusport. Die Lebenserwartung der mit GfK gebauten Boote ist sehr lang. Wir
sprechen hier von mehr als 30 Jahren. Für aktive Kanusportler empfiehlt sich
eine hochwertigere Materialserie, da die GfK-Bauweise ein höheres Gewicht gegenüber
DCS, LCS und VCS aufweist. Im Vergleich zur HD-PE-Bauweise ist das Gewicht ungefähr
gleich.
HD-PE
(High Density Polyethylen)
Kajaks und Canadier werden von Lettmann, als erstem deutschen Bootsbauer, in
einer gleichbleibenden, hohen HD-PE-Qualität in Moers produziert. Aufgrund
seiner außergewöhnlich hohen Dichte und Festigkeitseigenschaften bietet sich
die Verwendung von linearem HD-PE (High Density Polyethylen) an. HD-PE bietet
eine lange Lebensdauer auch bei hoher Beanspruchung. Die Lettmann
HD-PE-Sandwichtechnik geht auf das Jahr 1986 zurück und war eine Pioniertat in
der Rotationstechnik. Nur damit ist es möglich, Boote mit einer hohen
Steifigkeit ohne störende Einbauten (wie z. B. Kiele etc.) zu produzieren. Die
massive Außenschicht in Verbindung mit einer aufgeschäumten und
geschlossenzelligen Mittelschicht, die wiederum von einer massiven Innenschicht
gedeckt wird, bietet eine hohe Formsteifigkeit und eine sehr lange Lebensdauer.
Eine robuste Nutzung dieser Boote ist bei ihrem optimalen Bootsgewicht ebenfalls
gewährleistet. Dieses dreilagige HD-PE-Sandwichtechnik bietet viele Vorteile,
wie z. B. geringes Gewicht, Formstabilität, hohe Steifigkeit. Sie ist sehr
robust und pflegefrei, gut zu reparieren und isolierend gegen Wasserkälte.
Durch seine geschlossenzellige Struktur hat das Sandwich-PE einen hohen
Eigenauftrieb und ist nahezu unzerstörbar. Die Bootsschalenkonstruktion wird
bei Lettmann mit computerunterstützten Systemen auf den jeweiligen
Einsatzbereich des Bootes optimal abgestimmt. Speziell die Wandstärkenverteilung
wird durch dieses Produktionsverfahren ermöglicht. Millimetergenau können in
den verschiedenen Verschleiß- und Sicherheitsbereichen die verschiedenen,
vorprogrammierten Wandstärken gefertigt werden. Besonders die Bug-, Heck- und
Sitzzellenbereiche werden dadurch formstabiler und robuster und bieten somit
eine lange Lebensdauer bei optimaler Gewichtsausnutzung.